Musterhaussiedlung stuttgart

Zu den bekanntesten Gebäuden des Weissenhof Estate gehören das Einzelhaus und das Doppelhaus von Le Corbusier. Beide Gebäude mit ihren Dachterrassen und hellen, luftigen Räumen verkörpern Le Corbusiers Proportionstheorie. Sie zeigen seine funktionale Maxime einer “Neuen Architektur”, wonach Häuser keine Repräsentationsobjekte sind, sondern utilitaristische – sogenannte “Maschinen zum Wohnen”. Zusammen mit 16 weiteren Werken von Le Corbusier wurden sie 2016 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Le Corbusier und Jeanneret erhielten, wie alle anderen beteiligten Architekten, schematische Richtlinien für den Standort, die Größe, das Budget und das Programm für jedes Haus. Die Pariser Architekten, die mit der Vorbereitung ihres Vorschlags für den Völkerbund beschäftigt waren, verbrachten während des gesamten Entwurfs- und Bauprozesses kaum Zeit in Stuttgart und schickten schließlich Alfred Roth, einen ihrer beiden Mitarbeiter, als ansässiger Architekt auf die Baustelle. Der Ausschuss zeigte sich enttäuscht über die vorläufigen Entwurfsvorschläge; nicht nur die von Le Corbusier und Jeanneret erhalten, sondern auch die von den anderen Architekten eingereicht. Neben Kostenüberschreitungen und Codeverstößen waren die Vorschläge im Allgemeinen geräumiger, als der Ausschuss beabsichtigt hatte. Aufgrund von Haushaltsbedenken und der Forderung des Ausschusses, die Baufläche ihres Entwurfs um 30-40 % zu reduzieren, schlugen Le Corbusier und Jeanneret vor, eines ihrer beiden Häuser umzugestalten und in zwei kleinere wohnliche Wohnungen umzuwandeln, die den gleichen Fußabdruck wie das ursprüngliche Einzelhaus einnehmen würden. Diese beiden angebauten Wohnungen wurden als Häuser 14 und 15 bekannt.

Der Deutsche Werkbund schätzte die kleineren Wohnhäuser, versuchte aber, immer noch nicht zufrieden, die Architekten davon zu überzeugen, dass nur eine Einheit notwendig sei. Le Corbusier war jedoch nicht zu Verhandlungen bereit. Le Corbusier war weniger flexibel als seine deutschen Kollegen und hatte mehr Macht über den Ausschuss als die anderen Architekten, weil Mies befürchtete, dass Le Corbusier sich aus dem Projekt zurückziehen würde, wenn er übermäßig eingeschränkt würde. Während des Dritten Reiches wurde die Siedlung als “arabisches Dorf”, “kulturell bolschewistisch” und “entartet” bezeichnet. Es sollte durch einen riesigen Gebäudekomplex für das Generalkommando der Wehrmacht ersetzt werden, aber diese Pläne wurden durch das Aufkommen des Zweiten Weltkriegs aufgeschreckt. Das Anwesen als Ganzes steht seit 1958 unter Denkmalschutz. Das Le Corbusier Haus ist seit 2006 als Weissenhof-Museum für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet den Besuchern eine einzigartige Möglichkeit, ins Innere zu sehen. Die Geschichte des Guts Weissenhof, das im Laufe der Jahrzehnte viele architektonische und politische Debatten ausgelöst hat, wird in der linken Hälfte des Doppelhauses präsentiert. #polpettasgoesarchitecturei viaggi di Polpettasle corbusiermies van der rohemuseumstuttgarttravel storiestravellingXMAS 2017 Stuttgart- Weißenhofsiedlung, von Architekt Hans Scharoun 1927 | Via thecharnelhouse.org Als Prototyp des zukünftigen Arbeiterwohnens beworben, wurde jedes dieser Häuser mit einem Budget ausgestattet, das weit ablich aus der Reichweite eines normalen Arbeiters entfernt war und wenig direkte Relevanz für die technischen Herausforderungen des standardisierten Massenbaus hatte.

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Someone of old has said: "God's language is silence, everything else is translation." (Perhaps Rumi, St. John of the Cross, who cares?)